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Virtual Tabletops für Dungeons & Dragons

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Erstmal ein kleiner Exkurs.

Was ist denn eigentlich ein Virtual Tabletop?

Ein Virtal Tabletop (manchmal auch als VT oder VTT bezeichnet) ist eine Software, um Spiele auf dem Computer zu spielen, die traditionell auf oder um einen Tisch herum gespielt werden. Bei mehreren Spielern erfolgt dies in der Regel online.
Einige Programme werden gegen eine einmalige Gebühr kommerziell verkauft, andere verwenden ein abonnementbasiertes Modell, und viele sind kostenlos oder spendenpflichtig. Einige sind Anwendungen, die Sie herunterladen, andere laufen in einem Browser und müssen eventuell selbst gehostet werden.
VTTs sind nicht für jeden geeignet. VTTs sind auch kein Ersatz dafür, RPGs persönlich zu spielen. Sie sind jedoch eine echte Alternative für Menschen, welche örtlich oder zeitlich getrennt sind.

Und letzterer Punkt ist auch, warum ich mit meiner Gruppe zu VTTs gewechselt bin. Wir schaffen es örtlich un zeitlich einfach nicht, regelmäßig zu spielen.

  • Roll20 Wohl DAS VTT auf dem Markt. Läuft extern gehostet. Aus der Historie gewachsen, Unmengen an Features, Kampagnen, Modulen. Wofür man aber monatlich zahlen muss.
  • GM Forge Ein Game auf Steam – erstellt einen lokalen Server. Jedoch läuft es ein wenig hakelig, viele Features sind einfach zusammengeworfen. Spielsysteme werden von der Community entwickelt.
  • Astral Tabletop Ein sehr vielversprechendes, extern gehostetes VTT. In der Grundconfig kostenlos. Jedoch noch sehr buggy.
  • FoundryVTT Auch ein vielsprechendes, selbstgehostetes VTT. Noch in der Alpha, über Patreon bekommt man Zugang. Weniger Features als Roll20, jedoch um einiges intuitiver. 

Foundry Virtual Tabletop

Meiner Meinung nach der vielversprechendste Stern am VTT-Himmel.

Durch meine Entwicklung an einem GM Forge – Modul bin ich zufällig darüber gestolpert. Denn der Owner kam zu dem Schluss ein eigenständiges VTT zu coden.

Und dieses VTT hat es in sich:

  1. Gebaut mit modernen Web-Technologien. (NodeJs – es rennt also förmlich)
  2. Intuitive und voll funktionsfähige Benutzerführung. (Hierunter leiden fast alle anderen VTTs – Foundry versucht alles einheitlich zu halten)
  3. Offen für Mod-Entwickler. (Es gibt einige riesige, aktuelle Doku über alle API-Calls.)
  4. System-agnostisch. (Regelwerke gibt’s sozusagen als Addon)
  5. Keine Premium-Funktionen. (Jo. Selbsterklärend)
  6. Keine Abhängigkeit von einem externen Dienst oder einer Plattform.(Ob lokal auf dem Windows/Linux Rechner oder immer Online auf einem Webserver)

Man kann sich auch gerne einmal in der Demo umschauen unter
http://foundryvtt.com:30000 – das Passwort hierzu ist foundry

Atropos, der Entwickler, haut regelmäßig (7-14 Tage) Updates raus, die es in sich haben. Von Dynamischer Beleuchtung über Musik-Playlists bis zu dynamischen Sounds oder D&D 5E Updates.

Wenn man Interesse hat, bekommt man über einen Patreon-Pledge von $10 Zugang zur Alpha, ab $3 gibt’s die Beta, welche jetzt im Februar erscheinen soll.